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BILDUNGSHAUS für Mädchen in Kalikatar.

Starke Mädchen in die Schule.

Unser Bildungshaus für Mädchen in Kalikatar beherbergt 15 Mädchen, die entweder ihre Eltern verloren haben oder aus schwierigen Verhältnissen stammen und zusätzliche Einschränkungen wie Flussüberquerungen während der Monsunzeit oder Schulwege von mehr als zwei Stunden bewältigen müssen. Diesen Kindern bieten wir umfassende Unterstützung in Form von Verpflegung, Hygieneartikel und Kleidung, Unterkunft, Schulausbildung, Krankenversicherung und regelmäßigen Gesundheitsuntersuchungen sowie Beratungsgespräche.

Bildung und berufliche Förderung

Die Mädchen besuchen die nahe gelegene Sekundarschule in Kalikatar. Wir übernehmen alle Kosten für den Schulbesuch, einschließlich Schulkleidung und Schulmaterial. Neben der schulischen Ausbildung werden die Mädchen auch in Berufsausbildungen wie Schneiderei und Näherei gefördert. Außerdem haben sie die Möglichkeit, an außerschulischen Aktivitäten wie dem schuleigenen Kinderclub teilzunehmen.
Jeden Freitag gehen die Mädchen mit unseren landwirtschaftlichen Mitarbeitenden auf unsere Bio-Felder. Dort lernen sie moderne landwirtschaftliche Techniken kennen und vertiefen ihr Wissen über Gemüseanbau und die Herstellung von biologischem Dünger. Oft ernten sie auch frisches Gemüse, das im Bildungshaus zubereitet wird.


Unser Team vor Ort

Erste Ansprechpartnerin für die Mädchen ist die Heimleiterin, die täglich zur Verfügung steht. Darüber hinaus beschäftigen wir einen Koordinator, Gesundheitspersonal, Küchenpersonal und Bildungspersonal, um die Mädchen umfassend zu unterstützen. Auch das Personal aus der Landwirtschaft trägt zur Förderung der Mädchen bei.


Freizeitgestaltung

Die Freizeitaktivitäten der Mädchen sind vielfältig und umfassen Spiele, Sport, Wettbewerbe sowie kulturelle Programme und Orientierungsveranstaltungen zu verschiedenen Themen. Besondere Höhepunkte sind die Feier des Internationalen Kindertages und eine viertägige Kulturreise, die jedes Jahr stattfinden.

Gegenseitige Unterstützung

In den Ferien nach dem Schulabschluss werden mindestens zwei interessierte Mädchen als Freiwillige für die Shangri-La Development Association ausgewählt. Diese haben die Möglichkeit, jüngere Mädchen im Wohnheim bei ihren schulischen und außerschulischen Aktivitäten zu unterstützen und als Vorbilder zu fungieren.

Zukunftsplanung mit Unterstützung der Familien

Wir bieten den Eltern oder anderen Familienmitgliedern gezielte Beratung, um eine unterstützenden Rolle zu stärken. In regelmäßigen Familiengesprächen werden ihnen wertvolle Informationen zur Lebens- und Berufsplanung der Mädchen vermittelt. Ziel dieser Gespräche ist es, die Jugendlichen bei der Wahl einer weiterführenden Schule oder eines Ausbildungsplatzes zu unterstützen und dabei sowohl ihre individuellen Talente und Interessen als auch die Bedürfnisse der Familie zu berücksichtigen.

Unterstützung nach dem Schulabschluss

Nach den Abschlussprüfungen nehmen alle Mädchen an einer Berufsberatung teil. Denjenigen, die ihre Prüfungen erfolgreich bestanden haben, bieten wir ein Berufsausbildungsprogramm an, um sie in ihrer beruflichen Entwicklung weiter zu fördern. Die so unterstützten Schülerinnen stehen entweder heute auf eigenen Beinen oder besuchen derzeit einen dreijährigen Diplomkurs.

Hintergrund

Die meisten Mädchen in unserem Bildungshaus gehören der Chepang-Gemeinschaft an, einer der kleinsten ethnischen Minderheiten Nepals, die zu den ärmsten Bevölkerungsgruppen des Landes zählt. Ursprünglich Nomaden wurden sie von der nepalesischen Regierung zur Sesshaftigkeit gezwungen und leben heute überwiegend als Bauern auf wenig und schwer kultivierbarem Land. Viele Männer sind gezwungen, als Tagelöhner in anderen Regionen zu arbeiten, was die Lebensbedingungen der Chepang zusätzlich erschwert.


Dieses Projekt wird von unserem Partnerverein in Nepal, der Shangri-La Development Association, koordiniert und geleitet durch unserer nepalesisches Team vor Ort.