Unser landwirtschaftlichen Gemeindeprojekte unterstützen die Gegend um das Dorf Kalikatar im Distrikt Makwanpur. Diese Gegend wird hauptsächlich von den Chepang bewohnt, eine tibeto-burmesische Ethnie, die bis vor wenigen Generationen noch nomadisch lebte. Ihre Lebensbedingungen sind gezeichnet von Armut, Unterernährung, Analphabetismus und Diskriminierung.
Landwirtschaft in Kalikatar
Gemeinschaftlich für die Biolandwirtschaft.
Im Landwirtschaftsprojekt in Kalikatar wurde von Beginn an ökologische Landwirtschaft betrieben. Das bewirtschaftete Land ist in vier verschiedene Bereiche unterteilt: Küchengarten, Forschungsblock, Massenproduktionsblock und Agroforstwirtschaft mit einer Baumschule.
Die so vermittelten Techniken sollen die Bauern in der Projektregion motivieren, ihre landwirtschaftlichen Betriebe zur Selbstversorgung in kommerzielle Betriebe umzuwandeln und damit ein Einkommen zu erwirtschaften.
Hintergrund
Viele Familien besitzen wenig oder gar kein Land und die Fruchtbarkeit ihrer Böden ist oft gering. Zudem ist ihr Zugang zu vielfältigem Saatgut stark eingeschränkt. Diese Faktoren tragen wesentlich zur bestehenden Ernährungsunsicherheit bei. Die fehlende Vielfalt an Nahrungsmitteln führt häufig zu Mangel- oder sogar Unterernährung, was besonders für Kinder und schwangere Frauen problematisch ist.Gemeinschaftliche Arbeitsansätze
Für eine gemeinschaftsbasierte Landwirtschaft und Initiativen zur Förderung der Ernährungssicherheit vermitteln wir Wissen über nachhaltige und ökologische Anbaumethoden. Durch die Bildung von Gemeinschaftsgruppen, wie den von uns unterstützten Bauerngruppen, sprechen wir die lokale Bevölkerung an. Diese Gruppen ermöglichen es den Teilnehmern, verbesserte landwirtschaftliche Techniken zu erlernen, was zu einer stabileren Lebensgrundlage führt. Außerdem setzen wir uns dafür ein, den Zugang zu nachhaltigen Wasserquellen für die Bewässerung zu verbessern.Küchengarten
Das Saatgut und die angebauten Pflanzen werden mit selbst produziertem Biodünger versorgt. Die geernteten Produkte werden an das von uns unterstütze Bildungshaus für Mädchen und die unterstützten Schulen geliefert. Dort werden die frischen Produkte zur Zubereitung der Mittagsmahlzeiten für über 550 Schüler*innen verwendet. Das gesunde und ausgewogene Mittagessen ist für viele Eltern in der Region ein Anreiz, ihre Kinder zur Schule zu schicken.Agroforstwirtschaft
Unsere Agroforstwirtschaft konzentriert sich auf den Anbau von Obstbäumen, Nutz- und Brennholzbäumen sowie auf Aufforstungsprojekte. Jährlich werden tausende Setzlinge aus der Baumschule an die lokale Bevölkerung verteilt und in der Region angepflanzt.Bauerngruppentreffen und Schulungen
Wir unterstützen die lokale Landwirtschaft durch regelmäßige Bauerngruppentreffen und bieten Schulungen für die Teilnehmer*innen an. Es finden regelmäßig mehrtägige Schulungen zur Bewirtschaftung von Gemüsegärten statt, an deren Ende die Bäuer*innen Saatgut erhalten. Darüber hinaus werden in der Baumschule Schulungen zu verschiedenen Aspekten der Bewirtschaftung und Produktion von Obstgärten durchgeführt.Die so vermittelten Techniken sollen die Bauern in der Projektregion motivieren, ihre landwirtschaftlichen Betriebe zur Selbstversorgung in kommerzielle Betriebe umzuwandeln und damit ein Einkommen zu erwirtschaften.
Gewächshaus
Ein wichtiges Ereignis im Jahr 2023 war der Bau eines neuen Gewächshauses, in dem fast 15.000 Setzlinge verschiedener Obst-, Gemüse-, Kräuter- und Graspflanzen produziert wurden. Die Setzlinge wurden an die Gemeinde verteilt, auf unserem Land gepflanzt oder für die nächste Monsunsaison aufbewahrt. Außerhalb der Hauptsaison werden im Gewächshaus Tomaten, Chilischoten und Schwammkürbisse angebaut. Außerdem kultivieren wir so verschiedene Kohlsorten.Tierhaltung
Im Rahmen des Landwirtschaftsprojektes werden auch Tiere gehalten. Es gibt Kühe, Burenziegen und Hühner auf unserem Land. Der Hauptzweck der Kuhhaltung ist die Produktion von Dung für unsere Landwirtschaft und die Lieferung von Milch für die Mädchen im Bildungshaus. Unsere Burenziegen, die größer sind als die einheimischen Ziegen, werden mit diesen gekreuzt, um Tiere zu erhalten, die mehr Fleisch liefern. Alle Tiere werden einmal im Monat von einem Tierarzt untersucht.Dieses Projekt wird von unserem Partnerverein in Nepal, der Shangri-La Development Association, koordiniert und geleitet durch unserer nepalesisches Team vor Ort.




