SCHULFÖRDERUNG in Lalitpur.

Stark durch gemeinsames Lernen.

Die Geschichte der Shangri-La International School.

Das Gebäude der Shangri-La International School und das Landstück gehören dem Verein Shangri-La Orphanage Home.
Um den Weg in Eigenständigkeit zu fördern, wird die Shangri-La International School durch ein eigenes Schulmanagement-Team und den Vorstand geleitet, der am 15.04.2002 zu diesem Zweck gegründet wurde.

Seit 2002 bietet diese Schule ca. 500 Kindern von der Vorschule bis Klasse 10 eine fundierte Schulbildung.
In den fast 25 Jahren ihres Bestehens haben mehr als fünfhundert Kinder und fünfzehn Jahrgänge die Schule mit dem SEE (secondary education examination, Sekundarschulprüfung), dem wichtigsten nepalesischen Schulabschluss, verlassen.

Eine Schule für alle Kinder der Nachbarschaft.

Klassen- und Kastenunterschiede haben auf dem Schulgelände keinen Platz! Die Schule macht eine gute Ausbildung für Familien der Mittelschicht bezahlbar sowie ermöglicht Kindern aus der Unterschicht und niedrigeren Kasten kostenlosen Unterricht im Rahmen des Shangri-La Schulpatenschaftsprogramms. Hier werden alle Kinder im Sinne einer echten Koedukation unterrichtet.


Unser Schulpatenschaftsprogramm.

Seit der Gründung der Shangri-La International School existiert auch das Schulpatenschaftsprogramm. Etwas weniger als die Hälfte der Schüler*innen bilden die Schulpatenkinder, die aus einfachen Verhältnissen stammen. Ihnen ermöglicht dieses Stipendium eine solide Schulbildung, die sich ihre Familien sonst nicht leisten könnten. Diese Kinder gehen in Nepal oft gar nicht oder nur kurze Zeit zur Schule. Denn sie müssen schon früh in ihrem Leben als Tagelöhner oder in Gelegenheitsjobs zum Familieneinkommen beitragen. So fehlt ihnen Bildung und damit eine reelle Zukunftsperspektive und die Chance auf ein besseres, selbstbestimmtes Leben. Die schulische Ausbildung mit Abschluss und die berufliche Ausbildung sollen diesen Kindern helfen, den Armutskreislauf zu durchbrechen. Meist sind die finanziell geförderten Schüler*innen die engagierteren, denn sie wissen, wofür sie die Schulbank drücken.
Die Kinder, die durch eine Schulpatenschaft gefördert werden, erhalten nicht nur Schulbildung, sondern auch weitere Unterstützung. Sie bekommen tägliche Mittagsmahlzeiten sowie Schuluniformen, Rucksäcke und Schulbücher. Außerdem können sie einen Schulbus-Service in Anspruch nehmen, der ihnen den Schulweg erleichtert.


Eine Schule mit bester Ausstattung.

Mit einem Kindergarten, einer Schneiderei, Computerräumen, einem Labor, einer Bibliothek, einer Küche mit Speiseraum und 16 Klassenräumen ist die Schule sehr gut ausgestattet. Alle Räume sind groß und hell, so dass die Kinder eine freundliche Lernumgebung vorfinden. 22 Lehrer*innen und sechs weitere Mitarbeitende stehen unter der Leitung eines Direktors und des sogenannten School Management Commitee (SMC).
Eine Besonderheit ist die umweltfreundliche, behindertengerechte Schultoilette, die durch ihre Erdbebensicherheit, ein Erdungssystem und eine ausreichende Belüftung auch von der Gemeinde positive Resonanz erhalten hat.


Kontinuierliche Aus- und Weiterbildung.

Die permanente Weiterbildung der Lehrkräfte ist für uns entscheidend und stark im Konzept der Schule verankert. Das zahlt sich aus: Seit Jahren bestehen die Schüler*innen die Sekundarschul-Abschlussprüfung mit überdurchschnittlich guten Ergebnissen, was zu einem hohen Ansehen der Schule im nepalesischen Bildungssektor und bei der lokalen Bevölkerung geführt hat.
Die Berufsausbildung, die an unserer Schule noch vor der landesweiten Einführung durch die Regierung Nepals durchgeführt wurde, ist ein weiterer einzigartiger Aspekt, bei dem Kindern der 7. bis 9. Klassen mehrere praktische Fähigkeiten in unserer vielseitigen Infrastruktur wie der Schreinerei oder den Landwirtschaftsflächen erlernen (Link zu SVTC). Ebenso sind Freiwillige aus der Schweiz und Deutschland direkt in den Austausch von Ideen, Wissen, Kultur und Erfahrungen mit Lehrer*innen und Schüler*innen eingebunden.

Integrierte Gesundheitschecks.

Alle drei Monate gibt es vorsorgende Gesundheitsuntersuchungen, bei denen auch bei Bedarf Medikamente und zweimal jährlich Entwurmungstabletten ausgegeben werden. Diese regelmäßige medizinische Vorsorge ist durch die Beiträge aus den Schulpatenschaften finanziert.
Bei schweren Erkrankungen oder benötigten Operationen, die sich die Familien der betroffenen Schulpatenkinder nicht leisten könnten, kann weitere Unterstützung beantragt werden.
Zusätzlich finden jedes Jahr mehrtägige Zahnarzt-Camps statt. Es zeigt sich mittlerweile, dass diese wiederkehrenden Untersuchungen und die Aufklärungsarbeit in Sachen Zahnhygiene Früchte trägt: Die Angst vor dem Zahnarzt schwindet und auch die Anzahl der notwendigen schwereren Eingriffe nimmt stetig ab. Aufgrund dieser positiven Ergebnisse steigt auch die Akzeptanz dieser Behandlungen bei den Eltern. Ähnliches gilt für die Eye-Camps, die ebenfalls schon mehrfach stattfanden, und zu denen ein Optiker-Team aus Deutschland anreist, um die Schüler*innen augenärztlich zu untersuchen und sie ggf. mit Brillen zu versorgen. Denn gutes Sehen ist die Voraussetzung für ein erfolgreiches Lernen.

Das Projekt der Schulpatenschaften wird von unserem nepalesischen Projektpartner, der Organisation Shangri-La Orphanage Home, umgesetzt.